Allgemeinverfügung zum Infektionsschutz / StMELF Informationen zur Jagdausübung in Coronazeiten

Das Verlassen der Wohnung ist nur aus triftigen Gründen gestattet.
Zu den triftigen Gründen zählen u.a. „Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung“.

Jagen – allein oder mit Personen, mit denen man zusammenlebt – ist damit möglich, gemeinschaftliches Jagen mit weiteren Personen (z. B. Bewegungsjagden oder Sammelansitze) sind demnach nicht zulässig. Jeder Jäger muss dafür Sorge tragen, dass jagdliche Handlungen insbesondere „nach dem Schuss“ (bspw. Nachsuche, Wildbergung, Wildversorgung, Trichinenprobe, Radiocäsium-Untersuchung oder Abgabe von Wildbret) ausschließlich allein oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes erfolgen können. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Dritten (z. B. anderen Besuchern in der Natur) ist einzuhalten. Schon vor der der Jagdausübung sind solche Faktoren vorausschauend und verantwortungsvoll zu bedenken.

Die Unfallverhütungsvorschriften der SVLFGV (Teil 4.4 „Jagd“) sind strikt zu beachten. U.a. gilt Folgendes: „Bei einer mit besonderen Gefahren verbundenen Jagdausübung ist ein Begleiter zur Hilfeleistung mitzunehmen. Besondere Gefahren können sich ergeben z. B. durch Witterungs-, Gelände- und Bodenverhältnisse, vor allem im Hochgebirge, auf Gewässern und in Mooren oder bei der Nachsuche auf wehrhaftes Wild.“ Sofern der Begleiter nicht Angehöriger des eigenen Hausstandes ist, kann die Jagd unter diesen Umständen nicht ausgeübt werden. 

Revierarbeiten, bspw. Hochsitzbau, Anlegen von Pirschwegen und Maßnahmen der Biotopverbesserung, sind wie die Jagdausübung auch alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands zulässig. Je nach Tätigkeit sind die allgemeinen Unfallverhütungsvorschriften zu beachten (z. B. bei motormanueller Aufarbeitung ist Alleinarbeit zu vermeiden). Auch von der Bewegung in der freien Natur sind ggf. notwendige Notzeitfütterungen abgedeckt, wobei in diesem Fall zu bedenken ist, dass bei einer missbräuchlichen Fütterung neben einem jagdrechtlichen auch ein Verstoß gegen das Infektionsschutzrecht vorliegen kann. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Dritten (z. B. anderen Besuchern in der Natur) ist stets einzuhalten.

Der Kauf oder die Abholung von Reviereinrichtungen (z. B. Hochsitz) ist von den triftigen Gründen zum Verlassen der eigenen Wohnung nicht erfasst.

Gemäß den Angaben des Gesundheitsministeriums dürfen Einzelhandelsgeschäfte, die Jagdbedarf einschließlich Munition vertreiben, weiterhin geöffnet bleiben.

Gemäß den Angaben des Gesundheitsministeriums sind Lieferungen und Montagen durch Dienstleister ohne unmittelbaren Kundenkontakt weiterhin möglich. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des StMGP.

Rudolf Fritze, 1. Vorsitzender

Kreisjagdverband Lindau e.V.

 Telefon: 08382 270-340

mailto: rudolf.fritze@landkreis-lindau.de