Kreisjagdverband Lindau e.V.
Mitglied des Landesjagdverbandes Bayern e.V.

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Foto vom Jungfraujoch mit Siegfried Egle - weiter

Stellungnahme zur diagnostischen Entnahme von Rotwild aus Wintergattern - weiter

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Jäger bitten um Rücksicht - weiter

Antrag - Forstliches Gutachten zur Situation der Waldverjüngung - weiter

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Rechtliche Rahmenbedingungen zur Notzeitfütterung von Rehwild - weiter

Kreisjagdverband: Hunde reißen 20 Rehe - weiter

Bayerischer Jagdverband prämiert erstmals Jagdgenossenschaften – Drei Gewinner ausgezeichnet - weiter

Bergmesse auf der Wachters Alpe - weiter

Tierschutz nicht vergessen - weiter

Die aktuellen Bilder der diesjährigen Schulkalenderaktion.

Es wurden wieder über 100 Kalender an die dritten und vierten Klassen der Grundschulen im Landkreis Lindau verteilt. Der Kalender ist vom Kultusministerium wieder als unterrichtsbegleitendes Lehrmitte empfohlen worden und zeigt Wildtiere, Fische, Vögel und Pflanzen in Ihren jeweiligen Lebensräumen. Mit fachlichen Erläuterungen wird auf die Lebensweise der Tiere und Pflanzen Bezug genommen.

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Die Bilder zeigen die Kinder der Klasse 3 c der Grundschule Lindenberg mit der im Hintergrund stehenden Klassenleiterin Frau Katrin Weisheit und der im Vordergrund knienden Schulleiterin Frau Silvia Turnwald.

Hegeschau in Heimenkirch

Zufriedene Gesichter – Einigkeit in der Sache

Eine durchaus harmonische Veranstaltung war die diesjährige Hegeschau des Kreisjagdverbandes Lindau in Heimenkirch. Insbesondere die ansonsten sehr hoch geschaukelte Wald –Wild Problematik war auf der Hegeschau von eher untergeordneter Wichtigkeit.

Nach den einführenden Worten durch den Ersten Vorsitzenden des Kreisjagdverbandes Lindau, Rudolf Fritze, ging die Abteilungsleiterin des Landratsamts Lindau, Christine Münzberg, auf das abgelaufene Jagdjahr ein. In den abgelaufenen Jagdjahren 2007 bis 2010 wurde, insgesamt gesehen, der Abschuss durch die zuständige Jägerschaft überfüllt. Lediglich das Quotenverhältnis zwischen Böcken, Geißen und Kitze war nicht entsprechend der behördlichen Vorgaben. Insgesamt zeigte sich die Jagdbehörde mit der Verbisssituation im Landkreis Lindau zufrieden. Münzberg rief die Waldbesitzer zu einem pfleglichen Umgang in der Waldbewirtschaftung auf und forderte gleichzeitig, den eingeschlagenen Weg der Umgestaltung des Waldes konsequent weiterzugehen.

Problemstellung Wald – Wild-Mensch

Dr. Ulrich Sauter vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Kempten sah in seiner Ansprache grundsätzlich kein Wald – Wild Problem, sondern vielmehr ein Problem mit dem Menschen im Wald. Erst dadurch entstehen, nach Ansicht des Forstexperten, die andauernden Querelen zwischen den einzelnen Gruppierungen. Die Waldbauern rief er dazu auf, dass an einer Veränderung des Waldbaus hin zum naturnahen Mischwald kein Weg vorgehe. Die Kombination Tanne, Buche und Fichte sei als optimale Mischung zu sehen und müsse das Ziel sein. Forstdirektor Sauter zollte der Jägerschaft im Westallgäu während seines Vortrags Respekt für deren zuverlässige Aufgabenerfüllung.

Biber – Population nimmt zu

Als Hauptreferent konnte auf der Hegeschau Franz Spannenkrebs, Biberbeauftragter des Regierungsbezirks Tübingen gewonnen werden. Neben einigen grundlegenden Informationen, wie etwa den Entwicklungsstufen, der Lebensweise und dem Vermehrungspotential des Nagers, ging der Experte auf die unbestreitbaren Konflikte seit der Wiederansiedlung des Tieres ein. „Dass der Biber mächtige Dämme und Burgen baut und dabei auch ein ausgeklügeltes Kanalsystem anstauen kann, erfreut so manchen Tierliebhaber, den betroffenen Landwirt aber um so weniger“, so Spannenkrebs. Was aber viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass er zu Verjüngung  des Gehölzes und zum Ausschlag von Ästen nach dem Fällen von Bäumen beiträgt. Dies darf aus ökologischer Sicht nicht vergessen werden, so der Biberbeauftragte. Wo Biber siedeln, werden Biotope miteinander verbunden, so die Ansicht Spannenkrebs´. Der Vortragenden wollte es aber keineswegs versäumen, bei den allseits bekannten Problemen auch Lösungsansätze aufzuzeigen. Oft hilft, nach einen intensiven Gespräch mit dem Beauftragten schon die Anlage von einem Schutzstreifen zwischen Ufer und Acker. Oder man verbaut ein Stück Maschendraht, um die weitere Aktivität des Tieres zu unterbinden.

Spannenkrebs hält es abschließend für unerlässlich, sich, bevor der eine oder andere zu eigenständigen Aktionen greift, den Kontakt mit dem zuständigen Biberbeauftragten zu suchen, um gar nicht erst einen Konflikt entstehen zu lassen.

Die abschließende Ehrung langjähriger Mitglieder im Kreisjagdverband Lindau rundete die Hegeschau in Heimenkirch ab.

Christian Aigner

Biberbeauftrager Franz Spannenkrebs, Regierungsbezirk Tübingen, rief zum Miteinander zwischen Mensch und dem Biber auf. 

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